Januar 7, 2019

Klinikalltag mit heartbeat am Unispital Basel

Im Jahr 2017 führte das Universitätsspital Basel (USB) als erstes Schweizer Krankenhaus ein Konzept zur Outcome Messung ein. In seinem vierteljährlich erscheinenden Mitarbeitermagazin „Gazzetta Online“ hat das USB nun Artikel über die Verwendung unserer Software heartbeat ONE in der Brustchirurgie veröffentlicht. Dabei folgt die Autorin einer Patientin auf ihrem Weg durch die reguläre Sprechstunde, vom Ausfüllen der Fragebögen im Wartezimmer bis zur Besprechung dieser mit der zuständigen Ärztin.

Patientenzentriertes Konzept

Eines der Hauptanliegen des USB ist die Lebensqualität der hier behandelten Patienten. Daher war die Einführung von Patient Reported Outcome Measures (PROMs), also standardisierten Patientenfragebögen zu bestimmten Erkrankungen, für die Initiatoren der nächste logische Schritt. Mit PROMs können für viele Krankheitsbilder und Therapien Auswirkungen auf die langfristige Lebensqualität der Patienten erfasst werden. So ermöglichen die Ergebnisse dem USB, die Behandlungsqualität von Therapien weiter zu steigern und für Patienten verständlich zu kommunizieren.

Feedback positiv

Sowohl von Patienten als auch ärztlicher Seite wird die digitale Outcome Erfassung positiv bewertet. Steht für die im Artikel befragte Patientin die Enttabuisierung bestimmter Themen (wie bspw. Sexualleben) im Vordergrund, sehen Ärzte Vorteile vor allem in einer nachhaltigen Therapiekontrolle. Außerdem können mit den verwendeten ICHOM Fragebögen viele patientenrelevante Dimensionen einer Krankheit gemessen werden, die bisher kaum oder gar nicht beachtet wurden.

„Unser Ziel mit der Messung von PROMs ist es, der Patientin und dem Patienten durch unsere Behandlungen einen Mehrwert in Bezug auf Lebensdauer und Lebensqualität zu verschaffen. Das möchten wir objektiv messen können.“

– Prof. Christoph A. Meier, Leiter Ärztliche Direktion des USB

Ambitionierte Zukunftspläne

Neben der Brustchirurgie verwenden unsere Software schon u.a. Orthopädie, Psychosomatik oder das Stroke Center bei bestimmten Erkrankungen. Weitere Abteilungen werden folgen. Langfristig wünscht sich das USB auch, umliegende Hausarztpraxen in die Outcome Messung einzubinden. Fragebögen würden in diesem Setting ebenfalls funktionieren, auch, weil Patienten dort über längere Zeiträume angebunden sind. Die Initiatoren des Projektes hoffen jedenfalls, dass ihr Modell in der Schweiz Karriere macht und sich weitere Spitäler anschließen. So könnte man nicht nur die eigenen Ergebnisse verfolgen, sondern sich auch mit anderen Krankenhäusern vergleichen.

Den kompletten Artikel können Sie hier nachlesen. Zuvor wurde schon dieser über unsere Kooperation veröffentlicht.