16.12.2020

GFFC-Register mit Patient Reported Outcomes

heartbeat unterstützt die Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V. (GFFC) dabei, ein zentrales Register inklusive PROMs aufzubauen. Im Zentrum stehen Sicherheit, hohe Qualitätsansprüche und gemeinsamer Erkenntnisgewinn.

PROMs im GFFC-Register mit heartbeat medical

Von der Idee zur Umsetzung des GFFC-Registers

Behandlungen im Bereich der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie betreffen nicht nur Personen aller Altersgruppen und Lebensphasen, sondern beeinflussen das tägliche Leben ganz besonders. Bewegungseinschränkungen und Schmerzen zu minimieren und voneinander zu lernen steht daher seit langem im Zentrum des betreuenden ärztlichen Personals. Folglich war der Entschluss der Fachgesellschaft (Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V.) zum Aufbau eines zentralen Registers naheliegend.

Die Ziele des neuen GFFC-Registers sind neben dem Aufbau einer zentralen Datenbasis für wissenschaftliche Fragestellungen auch die Untersuchung unterschiedlicher Therapieformen mit Hinblick auf die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (hr-QoL). Zudem soll eine Messung und Steigerung der Ergebnisqualität ermöglicht und die Patientenbindung durch umfassende digitale Nachsorge intensiviert werden. 

Darüber hinaus haben Ergebnismessungen auch eine berufspolitische Relevanz, so Prof. Dr. med. Markus Walther, Leiter des Arbeitskreises Wissenschaft der GFFC e.V.:

„Der Nachweis einer guten Behandlungsqualität wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Wenn wir die Qualität der medizinischen Versorgung unserer Mitglieder transparent darstellen können untermauert dies die Wertigkeit der praktischen Ausbildung der GFFC.“

Prof. Dr. Markus Walther

Eine hochwertige und zentralisierte Datenerfassung kann zudem perspektivisch als Grundlage für eine verbesserte Kommunikation mit Patientenorganisationen, Krankenkassen und Politik dienen.

Heartbeat ONE als Platform für PROMs und mehr

Im eingesetzten System Heartbeat ONE sind alle ärztlichen Teams als eigene Instanzen angelegt, die ihre pseudonominierten Daten in das zentrale Register einspeisen. Daneben erhalten sie für den Versorgungsalltag sämtliche individuellen Patientenergebnisse auf einen Blick, während die Datenaufnahme weitestgehend automatisiert ist. Ziel ist eine Reduzierung bürokratisch-administrativer Aufgaben, um mehr Zeit für das persönliche Gespräch zu schaffen.

Diese Patienten-individuellen Reportings können sowohl Diagnose als auch Behandlung unterstützen und dem ärztlichen Personal frühzeitig vertiefte Einblicke in das Schmerzempfinden, die Beweglichkeit und weitere Gesundheitsdomänen eröffnen. Auch Verschlechterungen dieser Domänen aus Patientensicht sind durch visuelle Hervorhebung klar zu erkennen.

Neben PROMs werden im Fall des GFFC-Registers noch weitere Informationen einbezogen: OP-Details wie beispielsweise Datum und Umstände der Operation sowie die Eingriffsklassifikation werden im Register zentral zusammengefasst.

Optimiert für den täglichen Gebrauch

Um eine hohe Einschlussrate und möglichst vollständige Informationen für das GFFC-Register zu erhalten, stehen verschiedene Wege zu Erstbefragung und automatischen Follow-Ups zur Verfügung. Patientinnen und Patienten können sowohl von Zuhause aus per E-Mail als auch in der Praxis per Tablet Informationen übermitteln, eine App oder aufwendige Verifizierungen sind nicht nötig. Da dem ärztlichen Personal alle Informationen in Echtzeit und im Patientengespräch zur Verfügung stehen, kann der persönliche Austausch für beide Seiten informativer gestaltet werden. 

Hierbei steht der Datenschutz und die IT-Sicherheit jederzeit an erster Stelle: Die and das GFFC-Register angebunden Plattform Heartbeat ONE erfüllt nicht nur alle Anforderungen der DSGVO, sondern ist als Medizinprodukt zugelassen und enthält ein umfassendes Consent Management. Besonders die Übermittlung von pseudonymisierten Patientendaten an das GFFC-Register erfolgt nur nach vorheriger Zustimmung der behandelten Person. 

„Ziel des GFFC-Registers ist es vor allem unterschiedliche Therapieformen mit Hinblick auf die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zu vergleichen und eine zentrale Datenbank für wissenschaftliche Auswertungen zu schaffen. Langfristig soll somit eine Messung und Steigerung der Ergebnisqualität ermöglicht werden.“

Dr. Hartmut Stinus

Erste Zahlen sind vielversprechend

Bis November 2020 konnten bereits über 1.350 Behandlungen an das GFFC-Register übermittelt werden, wobei die Anzahl der Patientinnen die Anzahl der Patienten um 10% übersteigt. 1.250 Behandelte haben einer automatisierten Nachbefragung nach 6 Monaten und nach 1 Jahr zugestimmt, was einem Anteil von 92,5% entspricht. 

Auf Basis von knapp 1.200 Fällen konnte bereits eine altersspezifische Baseline für den EQ-5D-5L Score bestimmt werden. Mit wachsendem Umfang wird sowohl die Gesamtaussagekraft des Register als auch in Teilpopulationen steigen. 

Wenn Sie auch Ihre Abteilung oder Praxis an das GFFC-Register der Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie e.V. anbinden möchten, wenden Sie sich bitte initial an hello@heartbeat-med.com – Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Kafi.

GFFC-Register mit Patient Reported Outcomes 1
Verfasst von
Yannik Schreckenberger

Co-Founder & CEO von heartbeat, ehem. Hacking Health Berlin Lead Organisator, Physiker und Tech Enthusiast.

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GFFC-Register mit Patient Reported Outcomes 2
Verfasst von
Natalie Kafi

Customer Success Managerin

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SOURCES:

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